Edi Rama / Anri Sala "Creating Space Where There Appears to Be None", Berlin 2010






 
Creating Space Where There Appears to Be None
Part II: Inversion
1. Juli - 15. Juli 2010

Edi Rama
Wasserfarbe, Buntstifte, Filzstifte auf Papier
29,7 cm x 21,0 cm

Anri Sala
Buntstifte, Filzstifte, Lösungsmittel auf Chinapapier
44,6 cm x 53,3 cm

About Change, Collection, Berlin



Hier hätte man eigentlich ein Ingenieurbüro gebraucht, das Vorschläge entwickelt, wie man 20 Rahmen in unterschiedlichen Winkeln mit dennoch  unsichtbarer Aufhängung an die Wand bringt. Die Testreihen haben viel Zeit benötigt, die es eigentlich nicht mehr gab. Mit Mühe und Not war dann alles wirklich in letzter Minute fertig.

Ausgangspunkt waren die aufeinander bezogenen Arbeiten von Edi Rama und Anri Sala. Vorder- und Rückseite jedes Rahmens waren vollkommen identisch und zeigten die jeweils zusammen gehörigen Arbeiten der beiden Künstler. Die Rahmen wurden in dunkler Räuchereiche ausgeführt  und mit Museumsglas versehen. Die Reihe begann mit einem Motiv von Edi Rama am Fenster, das flach an der Wand war. Dann klappten die Rahmen allmählich auf und zeigten auch die Sala Arbeiten, zunächst noch im spitzen Winkel zur Wand ausgerichtet. Die Fortsetzung im zweiten Raum begann dann mit einem Rahmen, der im 90-Grad-Winkel von der Wand abstand, die linke Seite zeigte Edi Rama, die rechte Anri Sala. Dann klappte die Reihe weiter um, bis allmählich Anri Sala zur Hauptansicht wurde und die Rama-Arbeiten zur gegen die Wand gerichteten Seite wurden.

Eine kleine Herausforderung war noch, dass zwei Rahmen wasserdicht gemacht werden mussten, um sie draußen aufhängen zu können. Und dass
es keine Befestigung an der Außenwand des Gebäudes geben durfte, so dass die Rahmen mit dünnen Edelstahlseilen und Gegengewichten auf der anderen Dachseite zum Hängen gebracht wurden. Zwei Wochen schlaflose Nächte, ob nicht doch einer der Rahmen bei Nacht vom Wind über den Kupfergraben getrieben würde und dort im günstigsten Fall auf einem Autodach landete.